Nach 40 Jahren beendet Ludwig Eich seine politische Arbeit

Veröffentlicht am 13.05.2011 in Kommunales

Der Buchholzer Sozialdemokrat Ludwig Eich beendet nach 40 Jahren seine politische Arbeit im Gemeinde- und Verbandsgemeinderat sowie im Kreistag.

Auch die Position als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Buchholz gibt er auf. Noch im September letzten Jahres war er von den Buchholzer Genossen in diese Funktion gewählt worden. Allerdings will er seine Arbeit als Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Asbacher Land fortsetzen.

Für seine Entscheidung gebe es keine gesundheitlichen Gründe, so der altgediente Sozialdemokrat. Es gab auch keinen Streit oder Frust. Ausschließlich die Erkenntnis, dass alles seine Zeit haben muss, habe ihn veranlasst einen solchen „Schnitt“ zu machen.

Ludwig Eich war im Oktober 2007 von der rheinland-pfälzischen Landesregierung für seine kommunalpolitischen Verdienste mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette geehrt worden. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zeichnete ihn in den achtziger Jahren bereits mit dem Umwelttaler aus. Der Buchholzer SPD-Mann war durch seine politische Karriere über seine Heimat hinaus bekannt geworden. 1983 führten ihn die Wahlen in den Landtag nach Mainz und 1990 im Dezember in den Bundestag zunächst nach Bonn und später nach Berlin.

Seit 1969 ist der ehemalige Parlamentarier Mitglied der SPD. Im Herbst des gleichen Jahres wurde er das erste Mal Vorsitzender des Ortsvereins Buchholz. Ende 1970 wählten ihn die Bürger in den Verbandsgemeinderat. 1974 wurde er Ratsmitglied der neu gebildeten Ortsgemeinde Buchholz. Dies blieb er bis zuletzt als Vorsitzender der SPD-Fraktion. 2004 kandidierte er für das Amt des Ortsbürgermeisters und verlor gegen die jetzt amtierende Ortsbürgermeisterin Margret Wallau knapp mit 42 Stimmen.

Mitglied des Kreistages wurde Ludwig Eich 1976 und blieb dies 35 Jahre. Ab 1983 war er zudem 15 Jahre Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Unter seiner Führung kam es nach den Kommunalwahlen 1989 im Kreistag zu einer Ampelkoalition. Eine herausragende Entscheidung der Kreispolitik war damals die neue Abfallwirtschaftskonzeption, die sich bis heute nicht wesentlich verändert hat. Eine weitere wichtige Entscheidung war in dieser Zeit die Wahl von Landrat Rainer Kaul.

 

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